Lesen für eine lebensförderliche Kultur: 12 Buchtipps

Die Tage werden kühler, die Abende länger: Der Herbst ist nicht umsonst eine gute Zeit um zu lesen. Passend dazu ein Eintrag mit 12 Buchtipps. Ein Teil davon stand schon auf der 2018er Version dieser Webseite und als mich eine Leserin danach fragte, war es Zeit eine aktuelle Fassung zu erstellen. Dabei fiel mir auf, dass den Büchern etwas gemeinsam ist. In allen geht es bei aller Unterschiedlichkeit darum, eine lebensförderliche Kultur zu kreieren. Und zwar meistens in der Verbindung von Modernem und Indigenem. Auch in meiner/unserer Arbeit ist es uns ein Anliegen kulturkreativ in diesem Sinne zu wirken. Diese Bücher waren für mich inspirierend, ermutigend und kraftgebend. Vielleicht können sie auch dich auf deinem Weg unterstützen.

 

1

Da ist zum Beispiel Wolf-Dieter Storl mit „Wir sind Geschöpfe des Waldes“, ein Buch in dem ganz viel Mythologie steckt, altes Heilwissen, keltische Rituale und der europäische Jahreskreis. Doch alles gut aufbereitet und zeitgemäß interpretiert.

 

2

Mit Überschneidungen anders gelagert Ursula Seghezzis „WaldZeit. Visionssuche in europäischer Tradition“, in der sie auch das europäische Jahresrad aufgreift und Märchen wieder in ihrer Essenz beschreibt als Initiationsriten für junge Menschen, die in den Wald gehen um dort erwachsen zu werden. Das greift sie auf und beschreibt die WaldZeit als eine Visionssuche in europäischer Tradition.

 

3

Inspirierend Malidoma Sobonfe mit „The Healing Wisdom of Africa“ in dem er die Essenz seiner Lebensaufgabe in Buchform wiedergibt: Brücken zu bauen zwischen der westlichen Moderne und afrikanischem indigenem Wissen: Gemeinschaft, Kultur und Ritualen für eine Heilung der Menschen und der Erde.

 

4

Geseko von Lüpkes Band „Altes Wissen für eine neue Zeit“ vereint dann gleich eine ganze Reihe von Weisheitslehrern aus aller Welt. Durch die Interviewform ist der Zugang relativ leicht und dennoch steckt in den Aussagen sehr viel Inspirierendes.

 

5

Stärker auf einer praktischen Anwendungsebene ist dann Gabrielle Roths Buch: „Leben ist Bewegung.“ In dem die Entstehung des 5-Rhtythmen Tanzes erzählt wird und sie ihren persönlichen tänzerischen Lebensweg beschreibt.

 

6

Ähnlich vom Format ist Marshall Rosenbergs Buch: „Gewaltfreie Kommunikation eine Sprache des Lebens.“ Ein sehr ermutigendes Beispiel wie aus der eigenen Not ein hilfreicher Ansatz entsteht, der sich weltweit verarbeitet hat. Für mich ein einfacher und gleichzeitig sehr starker Ansatz um sich und andere besser zu verstehen.

 

7

Diana Richardson: „Zeit für Weiblichkeit. Der tantrische Orgasmus der Frau“ oder auch das Pendant „Zeit für Männlichkeit“ oder für Paare „Zeit für Liebe“ sind allesamt Bücher, die das eigene Leben verändern können wie es im Englischen immer so schön heißt „This book my change your life“. Sie schafft es sehr leicht lesbar für eine bewusste Sexualität zu sensibilisieren.

 

8

Hans Jellouschek: „Die Kunst als Paar zu leben“ Vermutlich das älteste Buch in dieser Reihe, was sprachlich und an den Beispielen manchmal auffällt, dennoch immer noch auf der Höhe der Zeit. Ein ganz schlanker Band – ich mag wenn Bücher nicht zu lange sind – in dem viel steckt, was hilft die eigene Partnerschaft zu stärken oder auch gescheiterte Beziehungen besser zu verstehen.

9

Heike Pourian: „Eine berührbare Welt. Contact Improvisation als gesellschaftsbewegende Kultur.“

Inzwischen ist nach dieser Textsammlung auch ein „großes“ Buch erschienen „Wenn wir wieder wahrnehmen“, Auch wenn sie aus meiner Sicht phasenweise sehr ausführlich schreibt, sehr empfehlenswert, um es immer mal in die Hand zu nehmen für eine kurze anregende Lektüre. Ihr Ansatz Tanzen nicht nur aber auch als politische Ausdrucksform zu sehen, passt natürlich sehr gut zum Tanzgut und seiner Ausrichtung.

 

10

Franz Ruppert: Wer bin ich in einer traumatisierten Welt? Das kompakteste Buch von ihm mit ganz viel Erkenntnissen. Er spannt den Bogen von einer sehr individuellen Ebene: Wo gibt es Traumatisierungen bei mir und in meinem persönlichen Umfeld? Bis hin zur gesellschaftlichen Ebene: Wer kommt in Machtpositionen? Wie in einer Gesellschaft leben, die traumatisiert ist? Ruppert wirbt für mehr Traumsasensibilität und für eine traumasensible Gesellschaft. Für mich war das Buch sowie sein Konzept der Selbstbegegungen besonders wertvoll um die letzten beiden Jahre zu verstehen.

 

 

11

Frederic Laloux: "Reinventing Organizations: Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit." Ein Bestseller für Organisationsentwicklung und das mit revolutionärem Inhalt: Organisationen entwickeln sich stufenweise und spätere Stufen eröffnen ganz neue Handlungsmöglichkeiten, weil sie die die Erfahrungen früherer Stufen integrieren und weiterentwickeln. Wer sich für das Thema interessiert empfehle ich natürlich auch die AUGENHÖHE-Filme, die ich mit produziert habe, grundsätzlich natürlich für alle relevant, sich mit Organisation zu beschäftigen, denn sie prägen unser Zusammenleben, daher sollten wir sie auch mitgestalten können :-)

 

12

Charles Eisenstein: "Die schönere Welt die unser Herz kennt ist möglich."

Ein Buch, das Mut macht und einige sehr berührende Geschichten beinhaltet. Der Einstieg ist etwas zäh, doch es lohnt sich. Charles Eisenstein schreibt auch viel auf seinem Blog, was ich auch oftmals verlinkt habe. Der Titel für mich unglaublich kraftvoll und auch die Haltung selbst in schwierigen Zeiten sich für eine schönere Welt zu engagieren.

 

Die Liste ist natürlich nicht abschließend. Es wird auch einmal wieder einen Eintrag mit Buchtipps geben. Viel Freude beim Lesen! Schickt gerne nach der Lektüre eine Rückmeldung und empfehlt mir eure Bücher!

 

 


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