Über uns

Tänzerisch leben ist für uns ein Herzensprojekt – Orte gestalten und Räume öffnen, in denen wir unserer inneren Stimme lauschen, uns kreativ ausdrücken und entfalten können und andere auf ihrem Weg unterstützen. 

Mirko

Nach der Schule studierte ich im gehobenen Verwaltungsdienst und in den Wirtschaftswissenschaften und arbeitete einige Jahre in diesen Bereichen. Ich war als Jugend- und Fachübungsleiter ehrenamtlich im Alpenverein aktiv und viel mit Freunden unterwegs. Bis dahin lief scheinbar alles super, ich rauschte durchs Leben und dachte, mir gelingt alles, ich sei der Größte. Dann hatte ich einen Tumor und wenig später ging die Beziehung mit meiner ersten großen Liebe auseinander. Das Leben schlug mir ein mächtiges Brett vor den Kopf, damit kam ich nicht klar. Jetzt hatte ich keine Antworten mehr, wusste nicht weiter, war verzweifelt, hielt inne. Durch diese Lebenskrise fing ich an, mehr meinem Inneren zu lauschen und zu erforschen, was in mir vorgeht, wie ich mich verhalte, wie ich in Beziehung bin. Eher unbewusst merkte ich, dass Entschleunigung eine wesentliche Voraussetzung für Bewusstheit ist (eine schöner Widerspruch). Eine Forschungsgruppe an der Fachhochschule Jena, wo ich als Gasthörer teilnahm, wurde für zwei Jahre eine Art Therapiegruppe in dieser trüben, schwierigen Zeit. Ich hinterfragte vieles, war lange ein Suchender, probierte dies und das aus und löste mich mehr und mehr von Strukturen, die mich nicht lebendig sein ließen. Was will ich wirklich? Ich wollte hinter dem stehen, was ich tue, Verantwortung übernehmen für mein Leben und meinen Lebensstil und achtsamer sein, vor allem in Beziehung mit anderen. Mehr und mehr fand ich zu neuer Lebensfreude.

 

Ich wurde öfter ein Findender und spürte, dass es vor allem das authentische (Körper)erleben ist, was mich fasziniert, die eigene Wahrheit im Hier und Jetzt finden, sei es kletternd am Felsen oder tanzend, in der Begegnung mit anderen oder in Verbundenheit mit der Natur. So lernte ich 2014 Philipp und das Mitmachhaus (seit 2018 Tanzgut Lohsdorf) kennen und war sofort begeistert von beiden und bin seitdem froh, einen Ort gefunden zu haben, der mir einen tänzerischen Lebensstil ermöglicht. Philipp hat mich in vielen Dingen sehr inspiriert, tut es immer noch und ich freue mich sehr, mit ihm Projekte zu verwirklichen.

 

2015 gründete ich Bergvagabund, um mit Menschen vorwiegend kletternd unterwegs zu sein (mehr dazu unter: www.bergvagabund.net). Ich fand immer mehr Freude daran, andere auf ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten und zu unterstützen. 2016 absolvierte ich deshalb eine gestalttherapeutische Basisausbildung zum Heldenreiseleiter bei Irgendwie Anders und leite seitdem das einwöchige Selbsterfahrungsseminar „Die Heldenreise“ (mehr dazu unter: www.irgendwie-anders.de). Ich befinde mich in einer tanztherapeutischen Ausbildung im Wendepunkt Seminarzentrum im Allgäu (www.die-tanztherapie.de).

 

Die Seele liebt die Wahrheit – seine ganz eigene Wahrheit bewusst zu bekommen, in Kontakt zu bringen und zu leben empfinde ich als die schönste und schwierigste Aufgabe unseres Menschseins. Ich freue mich, gemeinsam mit euch genau dies immer wieder zu erforschen.

Philipp

Ich habe immer viel geträumt und irgendwann bemerkt, dass es mir mindestens ebenso große Freude macht diese Träume auch umzusetzen. Studiert habe ich daher das Leben und nebenbei war ich an der Uni um mich mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu beschäftigen. Dabei hat mich vor allem interessiert, wie sich Unternehmen oder Organisationen allgemein ohne Chefs und klassische Hierarchien gestalten lassen. 2013 habe ich mit Kollegen AUGENHÖHE initiiert um die Arbeitswelt positiv zu verändern. Seitdem arbeite ich dort konkret daran, dass Unternehmen menschlich und ökonomisch erfolgreich sind. Mehr dazu unter www.augenhoehe-wege.de

 

Nach dem BA-Studium wollte ich meine eigene Utopie ausprobieren und daher ein Freiwilliges utopisches Jahr (FUJ) gemacht. In diesem Zuge gründete ich das Mitmachhaus (seit 2018 Tanzgut Lohsdorf) als einen Schutzraum für ein weiches Leben. Die Erfahrungen aus dem FUJ waren später Anlass Menschen mit dem „Lebensstilwochenende“ einzuladen das eigene Leben als gestaltbar wahrzunehmen! Lebensstil bedeutet für mich nicht nur zwischen verschiedenen Vollzeitjobs zu wählen sondern einen ganz eigenen Entwurf zu wagen. Jeder Mensch ist ein Künstler – ein Schöpfer seines eigenen Lebens und jeder Tag ist ein Kunstwerk.

 

In einer Jahresausbildung habe ich mich 2013 in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg weitergebildet. Durch meine Arbeit bei AUGENHÖHE habe ich auch verschiedene systemische Ansätzen kennengelernt und auch an der Uni dann im Masterstudium mich für Psychologie interessiert. Ich verknüpfe gerne die verschiedene Ebenen Individuum, Organisation und Gesellschaft. Entsprechend lässt sich meine Masterarbeit über die Weiterentwicklung der Demokratie auf alle anwenden: Wie gehe ich mit mir um? Wie entscheiden kleine wie große Menschenansammlungen, von Wohngemeinschaften bis zu Staaten?

Hier unter diesem Text gibts sie zum Runterladen - falls du das machst bitte schick mir nach dem Lesen eine kleine Rückmeldung.

Ich inspiriere und unterstütze gerne Menschen selbstbestimmt in lebendigen Gemeinschaften zu wirken. Und der beste Weg dafür ist natürlich das selbst auszuprobieren. Im Idealfall so achtsam und genügsam, dass Leben auf dieser Erde eine Zukunft hat.

 

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Philipps Masterarbeit über demokratische Erneuerung
Was können partizipative Unternehmen und politische Theorie voneinander lernen?
Ich argumentiere, dass einwandsintegrierende Entscheidungsverfahren (systemisches Konsensieren und Soziokratie) eine Weiterentwicklung des politischen Systems darstellen könnten und als demokratisch beschrieben werden sollten. Unternehmen die diese anwenden können als Demokratielabore betrachtet werden in denen Vor- und Nachteile in der Praxis zu sehen sind.
Philipp Hansen MA Demokratisch Entscheid
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Philipps BA-Arbeit über innovativ anders organisierte Unternehmen
Vier Fallstudien (Semco, allsafe JUNGFALK, Valve und Premium Cola) und die Verdichtung zu einem Modell: Nach der Pyramide könnte die Kugel kommen ;-)
BA Arbeit Philipp Hansen - Führung neu
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Jonas

Früh im Leben verspürte ich große Verwunderung über die Sinnhaftigkeit all des Tuns um mich herum. Eigene große Ideale ließen mich oft anecken, ließen mich rebellieren und ich bekam zu spüren wie Machtverhältnisse verteilt und strukturiert sind. Ich suchte einen Weg, meinen Weg, irrte aber zunächst umher, zog mich erniedrigt zurück, suchte Verbindung, Kontakt und Sinn und mich selbst in Ekstase und Rausch.

 

Ich studierte Sozialwissenschaften, erforschte und versuchte die Triebkräfte des Handelns unserer Gesellschaft zu verstehen, fand weiter Bestätigung „da nicht mit machen zu wollen“ und dennoch nur langsam meinen eigenen Weg. Leben in Gemeinschaft als zukunftsfähige Lebensform waren fortan sowohl theoretisches Forschungsfeld im Studium wie praktisches.

 

Durch all diese Erfahrungen gelangte ich zu der Erkenntnis, dass gesellschaftliche Veränderung nur über persönliche Veränderung geschieht. Denn die Strukturen unserer Gesellschaft entsprechen den inneren Strukturen der Individuen. Es ist mein eigener Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen welcher mir unbewusst den Blick auf meine Weltwahrnehmung und somit Handlungsmotive vorgibt. Bin ich mit mir in Kontakt, kann ich auch mit der Welt und meinen Mitmenschen in Kontakt treten. Dann ergibt es sich von selbst: Ich kann aus Freiheit, aus mir heraus handeln und nicht mehr aus Angst und aus einem Bedürfnis nach Sicherheit. Begeistert bin ich daher seitdem auf dem Weg immer mehr über mich und meine Beweggründe und Handlungsmuster herauszufinden. Vor allem durch authentische Bewegung und Ausdruck im Tanz entdecke ich mich immer wieder neu – es ist mein Schlüssel zu mir selbst. Es ist mir daher ein außerordentliches Bedürfnis und eine Freude mit anderen in Austausch und gegenseitiger Unterstützung mutig den eigenen Weg zu gehen und dafür Räume zu öffnen.

 

Äußerlich wirksam zeigte sich inzwischen mein Weg in der Erlernung des Tischlerhandwerks, welches mir erlaubt im Einklang mit dem Anspruch ans eigene Handeln in dieser Welt tätig zu sein und die äußere Gestaltung meines Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Seit Sommer 2017 bin ich daher als Selbständiger Tischler im Reisegewerbe tätig.

Durch den Einsatz natürlicher, lebender Materialien ermöglicht mir meine Arbeit Gegenstände für ein gesundes Wohnumfeld herzustellen. Dies ist mir vor allem mit Blick auf den Überfluss an (unnatürlichen) Gegenständen um uns herum ein Anliegen. Dazu gehört ebenso der Anspruch, durch Ästhetik und auf Langlebigkeit ausgelegte Dinge zu produzieren mit denen wir in Resonanz treten können da sie für uns bedeutsam sind.

Claudi

Ich bin Beobachterin.
Ich bin fasziniert und berührt von dem Sich-Verändern, vom Wachsen und Vergehen aller Wesen und Dinge.
Deshalb gärtner ich wohl so gerne, weil sich im Garten dieser Zyklus innerhalb eines Jahres vollzieht und ich so ganz bald wieder aufs Neue das Beginnen und Enden erleben kann!
Wenn ich im Frühjahr die zarten Pflanzen sehe, bin ich von der philosophischen Bedeutung manchmal so liebevoll ergriffen, dass ich über mich selbst lachen muss.
Zurzeit übe ich das Sehen mit den Händen. Nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin, lerne ich jetzt die Osteopathie.
Immer wieder widme ich mich auch der traditionell chinesischen und japanischen Medizin und körperpsychotherapeutischen Methoden - bisher aber eher oberflächlich.
 
Ich habe Freude am Lebenden!
Mich interessieren die Menschen, was sie antreibt, was sie zurückhält und wie sie damit umgehen. Und ich bin ganz hungrig, noch mehr zu verstehen.